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Wieso leidet eine Kuh eigentlich unter Hitzestress?

Übermäßige Hitze während der Sommermonate ist einer der wichtigsten Stressfaktoren, der die Produktivität von Milchkühen beeinflusst, aber zusätzlich ist er auch einer der Vorhersagbarsten, um darauf zu reagieren. In Zeiten von Hitzestress zeigt die Herde als Ganzes eine Reihe von Verhaltens- und physiologischen Veränderungen an, wie z. B. eine erhöhte Atemfrequenz, eine höhere Körpertemperatur, eine erhöhte Wasseraufnahme und mehr Zeit, die sie im Stehen verbringt, um die Körpertemperatur zu senken. Auch die Futteraufnahme nimmt in Zeiten des heißen Wetters ab. Hitzestress kann sich daher erheblich auf die Produktivität der Herde, sowie auf das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit der einzelnen Kühe auswirken, was in Folge zu Lasten der Rentabilität des Betriebs gehen wird.

29.10.2020, Letztes Update 07-01-2021
hitzestress

Warum sind vor allem leistungsstarke Kühe von Hitzestress betroffen?

Kühe produzieren während der Pansenfermentation, in der Verdauung und beim Verwerten von Nährstoffen viel Wärme. Diese Wärme muss abgeführt werden, damit die innere Körpertemperatur möglichst konstant bleibt. Es gibt mehrere Mechanismen, die die Kuh anwendet, um Wärme abzuleiten: Konduktion (direkter Kontakt mit kalten Objekten), Evaporation (Schwitzen, Hächeln) und Konvektion (Wärme leitet sich in die umgebende bewegte Luft ab). Die Effizienz all dieser Mechanismen wird unter hoher Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt und die innere Körpertemperatur beginnt folglich zu steigen. Die Klimabedingungen sind zu einem Stressfaktor geworden und die Kuh wird mit verschiedenen Anpassungen (höhere Atmungsrate, weniger Bewegung und Futteraufnahme usw.) reagieren, die letztlich die Gesundheit und die Produktivität von Kühen beeinträchtigen können. Je höher die Leistung der Kuh, desto höher ist die Stoffwechselrate, desto mehr Wärme produziert sie und desto mehr Wärme muss sie ableiten; deshalb reagieren hochleistende Kühe besonders empfindlich auf Hitzestress.

Hitzerstress bei Kühen erkennen

Wie hoch ist die Schwelle für Hitzestress, die sich auf die Produktivität von Kühen auswirkt? Die gängigste Methode, Hitzestress vorherzusagen, ist die Berechnung des Temperatur-Luftfeuchtigkeits-Index (THI), der die kombinierten Auswirkungen von Umgebungstemperatur und relativer Luftfeuchtigkeit berücksichtigt. Kühe beginnen bei einem THI von 68 oder mehr Anzeichen von Hitzestress zu zeigen. Ein Beispiel: Ein THI von 68 kann auftreten, wenn die Lufttemperatur 25°C beträgt und die relative Luftfeuchtigkeit bei 10% liegt oder aber bei einer Temperatur von 22°C und einer Luftfeuchtigkeit von 50%. Jede Erhöhung der Temperatur oder Luftfeuchtigkeit wird also unweigerlich dazu führen, dass sich die Auswirkungen von Hitzestress verschlimmern.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die Auswirkungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf den Grad von Hitzestress.

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Quelle: National Animal Diseases Information Services

 

Die Folgen von Hitzestress

Hitzestress kann sich auf verschiedene Weise auf die Produktivität von Kühen auswirken, unter anderem durch die Verringerung der Futteraufnahme und der Milchproduktion, sowie der Gesundheits- und Reproduktionsleistung. Weitere Informationen darüber, wie Hitzestress die Leistung von Kühen beeinflusst und wie sie verhindert werden kann, finden Sie hier.

 

OmniGen und Hitzestress

Untersuchungen haben ergeben, dass hitzegestresste Kühe, die mit OmniGen gefüttert wurden, eine niedrigere Körpertemperatur und Atmungsrate aufweisen und eine höhere Futteraufnahme und Milchproduktion aufrechterhielten.

Erfahren Sie mehr darüber, wie OmniGen Ihren Kühen bei Hitzestress helfen kann.

Ruben Garcia
Ruben Garcia
Ruben ist unser wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Sitz in Spanien. In seiner Funktion unterstützt er die spezialisten für Spezialfuttermittel von Phibro in der Europa und im Nahen Osten. Als promovierter Tierarzt mit dem Schwerpunkt Wiederkäuerernährung, hat er mehrere Forschungs- und Produktentwicklungspositionen in verschiedenen Ländern besetzt.

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